Achtsamkeit als spirituelle Bildung

Spiritualität - Grundgedanken

Spiritualität ist heute ein weit verbreiteter, populärer Begriff - gefüllt mit vielen (vielleicht auch fragwürdigen) Vorstellungen. Das große Interesse an Spiritualität kann verstanden werden als ein Interesse, den heilsamen Wirklichkeitsgrund, von dem Religion spricht, im eigenen Leben erfahrbar und wirksam werden zu lassen. In dieser Hinsicht kann Achtsamkeit als eine spirituelle Übung in einem religösen Deutungshorizont verstanden und angeleitet werden.

Die christliche Tradition kennt den spirituellen Weg der Mystiker, die sich in einem Prozess vertieften Betens, Schweigens und Leerwerdens für die Erfahrung der Gegenwart Gottes geöffnet haben. Einen bedeutsamen Anteil an der Wiederentdeckung christlicher Mystik und Kontemplation haben die Impulse aus der Zen-Meditation. Sie hat - vermittelt durch den Jesuitenpater Hugo Enomiya-Lassalle - seit den späten 1960er Jahren im Christentum Verbreitung gefunden. Zen zielt mit der Übung gesammelter Gegenwärtigkeit in ähnlicher Weise auf die Erfahrung des befreienden Wirklichkeitsgrundes - Worte und Gedanken übersteigend.


Achtsamkeit und Meditation im Stil von Zen und Kontemplation

Meditation in dieser Form ist die Einübung des Bewusstseins in eine wache innere Stille, in der man sich öffnet für die verborgenen Tiefen der eigenen Seele und die Gegenwart Gottes.


Achtsame Körperarbeit

Achtsame Körperarbeit (dem Yoga entlehnt) ist ein meditativ-spürender Zugang zum Körper. Als spirituelle Praxis unterstützt achtsame Körperarbeit die Haltung innerer Präsenz und die Öffnung für die Gegenwart Gottes.